Bürgerbücher und weitere Personenverzeichnisse

Diese Genealogien listen Personen einer Stadt auf, die das Bürgerrecht und damit Rechte (z. B. Wahlrecht, Recht zur Gewerbeausübung) und Pflichten (z. B. Steuerzahlungen) erworben hatten. Darüber hinaus gibt es Personenregister zu den verschiedensten Anlässen. Dazu zählen beispielsweise Einwohnerlisten, die Aufstellungen von bestimmten Familiennamen oder von Mitgliedern von Kaufmannsräten. Diese Quellengattung ermöglicht Einblicke in die Migrationsentwicklung einzelner Städte sowie in deren gesellschaftliche Entwicklung.

 

? Das Bürgerbuch der Stadt Münster 1538 bis 1660. Bearb. von Ernst HÖVEL, Münster 1936 (Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Münster, Bd. 8).

? Das älteste Bürgerbuch der Stadt Soest 1302–1449. Hrsg. von Hermann ROTHERT, Münster 1958 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen XXVII).

? Hans HOPPE: Matrikel des Lemgoer Kaufmannsamtes 1386–1838. Geschichtliche Einleitung und Bearbeitung von Hans HOPPE, Münster 1987 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen XXII A, Geschichtliche Arbeiten zur Westfälischen Landesforschung, Wirtschafts- und sozialgeschichtliche Gruppe, Bd. 4; Lippische Geschichtsquellen, Bd. 15).

? Toversichtsbriefe für Soest. Schreiben in Nachlaßangelegenheiten an die Stadt Soest von 1325 bis 1639, als Regesten bearb. von Emil DÖSSELER, Münster 1969 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission Westfalens XXXI, Bd. 1; Soester Beiträge, Bd. 31).

? Die Annahme fester Familiennamen der Juden in Westfalen. Die 1846/47 publizierten Verzeichnisse der preußischen Amtsblätter. Hrsg. von Eleonora DUPLICA, Online-Publikation Münster 2013 (Materialien der Historischen Kommission für Westfalen, Bd. 5). [siehe auch unter „Quellen zur jüdischen Geschichte in Westfalen]