Waldenburg (Foto: Dr. Andreas Bingener, Siegen)

Freitag, Werner und Reininghaus, Wilfried (Hg.): Burgen in Westfalen. Wehranlagen, Herrschaftssitze, Wirtschaftskerne (12.-14. Jahrhundert). Beiträge der Tagung am 10. und 11. September 2010 in Hemer.
Münster: Aschendorff Verlag 2012, 254 S., kartoniert
(Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 4; zugleich: Westfalen in der Vormoderne. Studien zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Landesgeschichte. Band 12)
ISBN 978-3-402-15052-8; Preis: 35,00 Euro.

Burgen waren im Mittelalter nicht nur befestigte Wohnorte, sondern gleichzeitig Wehranlagen, Herrschaftssitze und Wirtschafts- und Siedlungsmittelpunkte. Sie sicherten Territorien, landwirtschaftlich genutzte Flächen und Bergbaureviere. Ländliche und städtische Siedlungen standen mit den Burgen und ihren Bewohnern zudem in enger ökonomischer Beziehung.

Die verschiedenen, sich gegenseitig beeinflussenden Bedeutungen von Burgen sind in der westfälischen Landesgeschichtsforschung bisher noch nicht in einer Zusammenschau untersucht worden. Dieser Aufgabe hat sich im September 2010 eine Tagung in Hemer angenommen (Tagungsbericht). Die jetzt in gedruckter Form zugänglichen Tagungsbeiträge schlagen dabei vor dem Hintergrund der geographischen Differenzierung Westfalens den inhaltlichen Bogen von Burgenbau und Territorialbildung einerseits und der Bedeutung von Burgen für die südwestfälischen Bergbauregionen andererseits.
 

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