Westfälische Geschichtsbaumeister. Landesgeschichtsforschung und Landesgeschichtsschreibung im 19. und 20. Jahrhundert. Beiträge der Tagung am 10. und 11. Oktober 2013 in Herne. Hrsg. von Werner FREITAG und Wilfried REININGHAUS, Münster 2015,  335 Seiten, Festeinband, Abbildungen (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 21). ISBN 978-3-402-15118-1, Preis 34,00 Euro.

Alle zwei Jahre widmet sich die Historische Kommission für Westfalen im Rahmen ihrer Herbsttagung Grundsatzfragen westfälischer Geschichte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung im Oktober 2013 in Herne stand die Geschichte der Geschichtsschreibung. Dazu sind in den vergangenen Jahren zahlreiche allgemeine Beiträge erschienen, deren Ergebnisse sich jedoch nicht ohne weiteres auf die Entwicklung in Westfalen übertragen lassen. Die Tagung versuchte deshalb, die westfälischen „Geschichtsbaumeister“ aus den verschiedensten Perspektiven in den Blick zu nehmen.

Die Beiträge der ersten Sektionen widmeten sich den Gesamtdarstellungen der westfälischen Geschichte – insbesondere den Beiträgen von Philippi, dem Raumwerk und den Nachkriegsdarstellungen von Hermann Rothert, Gustav Engel und Albert K. Hömberg. Die zweite Sektion behandelte die Stadt- und Landesgeschichte, dargestellt an Beispielen aus Recklinghausen, aus Lippe und aus dem Oldenburger Münsterland. Die dritte Sektion brachte Beiträge zu den Vereinen und Kirchen, insbesondere zu den beiden westfälischen Altertumsvereinen und zu den Forschungsbeiträgen der evangelischen und katholischen Kirche. Die abschließende Sektion beschäftigte sich mit der Kunstgeschichte, der Wirtschaftsgeschichte und der Archäologie – mit Beiträgen über die vermeintlich eigenständige westfälische Kunstgeschichte, die Erforschung der Sozialgeschichte des Ruhrgebietes und dem Einfluss der Varus-Schlacht auf die westfälische Geschichtsschreibung.

Die Herausgeber: Werner Freitag (geb. 1955 in Rheda) ist Professor für Landesgeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie Geschäftsführer des Instituts für vergleichende Städtegeschichte. Wilfried Reininghaus (geb. 1950 in Schwerte) war bis 2013 Direktor des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen, seit 2003 ist er Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen.

Rezensionen:

– Westfälische Forschungen 68 (2018), S. 567-572 (Eckhard Trox).
– Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte Bd. 89 (2017), S. 225–229 (Christian Hoffmann).
– Heimatpflege in Westfalen 30.  Jahrgang, 2/2017 (Ingo Fiedler).
– Rheinische Vierteljahresblätter 81 (2017), S. 442–444 (Maria Elisabeth Brunert).

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