Tschuschke, Volker (Bearb.): Historischer Atlas westfälischer Städte, Band 6: Ramsdorf, Münster: Ardey 2014, 16 Seiten und 5 lose Karten in Mappe (25,2 x 35,2 cm), zahlreiche Karten und Abbildungen (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 25). ISBN 978-3-87023-375-4, Preis: 32,80 EUR.

Ramsdorf (Velen) entwickelte sich um eine vom Stift Vreden gegründete Kirche auf einem bischöflichen Hof. Die Verleihung städtischer Rechte verdankt es seiner Bedeutung während der Territorienbildung im 14./15. Jahrhundert. Wahrzeichen des Ortes ist bis heute die 1912/14 erweiterte Pfarrkirche (15. Jh.), die von der mittelalterlichen Blüte Ramsdorfs ebenso kündet wie von seiner dynamischen Entwicklung am Beginn des 20. Jahrhunderts.

Ausgangspunkt der Bände ist jeweils die Urkatasterkarte (entstanden
1820 bis 1840 in Westfalen bzw. um 1880 in Lippe) als erste exakte Vermessung der Städte: Sie zeigt deren Grundriss vor den tiefgreifenden Veränderungen durch die Industrialisierung und die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Diese Uraufnahme besteht aus zahlreichen einzelnen Blättern, die für jede Stadt zu einer neuen Karte mit dem einheitlichen Maßstab 1: 2 500 zusammengefasst werden. Der neu gezeichneten Urkatasterkarte steht die moderne Stadtkarte im Maßstab 1: 5 000 gegenüber. Auf dem Urkataster beruht eine Karte zur Entwicklung der jeweiligen Stadt, die den aktuellen Stand ihrer Erforschung wiedergibt. Hinzu kommen Umlandkarten und thematische Karten, die ausgewählte stadttypische und regionale Besonderheiten herausarbeiten bzw. vertiefen. Ein Textheft enthält einen aktuellen, mit vielen Bildquellen ausgestatteten Beitrag zur historischtopographischen Entwicklung der Stadt von ihren Anfängen bis heute. Als Autoren konnten sowohl für das Textheft als auch für die Themenkarten ausgewiesene Kenner der jeweiligen Stadtgeschichte gewonnen werden.

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