Vierter Sandstein-Workshop

20. Mai 2017 – Bielefeld, Ratsgymnasium

Am 20.05.2017 veranstaltete die Historische Kommission für Westfalen gemeinsam mit dem Naturkundemuseum namu, Bielefeld, den vierten Workshop der Reihe „Sandstein in Westfalen“. Im Mittelpunkt stand diesmal der Osningsandstein. Dr. Udo Witthaus (Bielefelder Kulturdezernent) begrüßte die insgesamt 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Aula des Bielefelder Ratsgymnasiums. Anschließend gab der Geschäftsführer der Historischen Kommission, Dr. Burkhard Beyer, einen Überblick über die Veranstaltungsreihe. Der erste Referent Dr. Mark Keiter (namu) erläuterte in zwei Vorträgen die Entstehung des Osningsandsteins und die historischen, aufwendigen Abbaumethoden in den früheren Steinbrüchen. Die Vorkommen des Steins sind seit Beginn des 20. Jahrhunderts erschöpft, der Bielefelder Halleluja-Steinbruch wurde zu Beginn der 1920-er Jahre geschlossen. Den Spuren der seit dem Mittelalter abgebauten Steine folgt Matthias Holster (Herford). Der Osningsandstein findet sich beispielsweise in der Jakobikirche in Lippstadt, der St. Nicolai-Kirche in Lemgo sowie der Marienkirche in Herford. Zu dieser Zeit wurde Osningsandstein häufig mit Schiffsandstein kombiniert. Den Höhepunkt des Tages bildete die Exkursion am Nachmittag zu zwei stillgelegten Steinbrüchen. Hier zeigte Mark Keiter vor Ort die Spuren, die Fossilien und schließlich Menschen in den Steinwänden hinterlassen haben. Hier lassen sich noch einige der dreieckigen Löcher sehen, die zum Abbruch der Steine geschlagen wurden. Der nächste Workshop dieser Art wird im September 2018 in Obernkirchen zum Wesersandstein stattfinden.

Presse:
Bericht in der Neuen Westfälischen

Workshop Programm

Zurück zur Übersicht „Zurückliegende Tagungen“