Zweiter Sandstein-Workshop

19. September 2015 – Havixbeck, Sandsteinmuseum

Dr. Joachim Eichler (mit roter Jacke) erläutert Abbaumethoden von Sandstein im Steinbruch der Firma Wilhelm Fark GmbH (Foto: LWL/Beyer).

Bericht zum Zweiten Workshop „Sandstein in Westfalen“ in Havixbeck

Am Samstag, den 19. September 2015, fand im Sandsteinmuseum in Havixbeck der zweite Workshop der Reihe "Sandstein in Westfalen" statt. Die Vortragsreihe soll die ganze Vielfalt der Naturwerkstoffe in Westfalen und ihre wechselnde Nutzung im Laufe der Jahrhunderte zeigen. Die Reihe ist interdisziplinär angelegt und wird nach und nach die verschiedenen westfälischen Sandsteinreviere in den Blick nehmen. Der Workshop in Havixbeck thematisierte den Baumberger Sandstein. An den Vorträgen und der anschließenden Exkursion nahmen rund 50 Personen teil.
Nach einer Begrüßung durch den Havixbecker Bürgermeister Klaus Gromöller führte Dr. Burkhard Beyer (Geschäftsführer der Historischen Kommission) in die Konzeption der Tagungsreihe ein. Dr. Joachim Eichler, Leiter des Sandsteinmuseums, stellte in seinem Vortrag die Geologie, Nutzungsgeschichte und Bedeutung des Baumerberger Sandsteins für die Region vor. Anschließend referierte Frau Dr. Esther von Plehwe-Leisen (Untersuchungslabor für Fragen der Natursteinerhaltung LPL, Köln) über den Baumberger Sandstein als Werkstoff der mittelalterlichen Steinmetzkunst, mit besonderem Bezug zum Kölner Dom. Elmar Alshut (Stadt Gelsenkirchen) thematisierte  die Beschaffung und den Einsatz des Baumberger Sandsteins beim Bau des Schlosses Horst im 16. Jahrhundert, zu dem umfangreiche Quellen überliefert sind. Am Nachmittag fand neben einer Exkursion zu zwei Steinbrüchen auch eine Besichtigung der Verarbeitungsanlagen der Wilhelm Fark GmbH in Havixbeck statt. 
Der 2014 begonnenen Reihe soll ein abschließender Sammelband folgen.

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