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Neues aus der HiKo (144): Stadtbrände in Westfalen

13. Februar 2026

Stadtbrände gehörten für viele Jahrhunderte zu den existenziellen Bedrohungen. In einer Stadt auf engem Raum rechtlich privilegiert zusammenzuwohnen, bot viele Vorteile, barg aber auch erhebliche Gefahren. Jederzeit und in jedem Gebäude konnten Brände entstehen, die einzelne Straßenzüge, aber auch ganze Stadtviertel einäscherten. Seit dem Mittelalter wurden Versuche unternommen, die Brandgefahr zu verringern, ohne die Bedrohung aber wirklich eindämmen zu können. Hinzu kamen Kriege und Fehden, bei denen vorsätzliche Brände Teil der Strategie sein konnten.

Die Historische Kommission für Westfalen hat sich im Rahmen der von ihr herausgegebenen Städteatlanten immer wieder mit Stadtbränden beschäftigt, fast in jedem Band kommen sie vor. Im Rahmen einer Tagung sollen zentrale Aspekte dazu zusammengetragen werden. Die erste Sektion der Tagung soll sich mit Quellenfragen beschäftigen, die zweite mit rechtlichen Regelungsversuchen (Versicherungen, Bauordnungen, Brandschutzkonzepte). Die dritte Sektion widmet sich Fallbeispielen und besonderen Aspekten aus dem Mittelalter, die vierte Sektion der Frühen Neuzeit. Die abschließende Sektion soll sich Wiederaufbaukonzepten vom 18. Jahrhundert bis in die Zeit nach 1945 widmen.

Die Tagung wird voraussichtlich am Donnertag/Freitag 5./6. November 2026 in Ahaus stattfinden. Die Tagung wird organisiert von Dr. Burkhard Beyer und Dr. Thomas Tippach. Eine Veröffentlichung der Beiträge in einem Tagungsband ist vorgesehen. Vorschläge für Beiträge sind willkommen. Bitte senden Sie ihre Anregungen und Angebote an die Geschäftsstelle der Historischen Kommission für Westfalen, hiko@lwl.org. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte in der Geschäftsstelle an Burkhard Beyer, 0251 / 591-4721.