Historische Kommission für Westfalen

Jetzt im Buchhandel: Tagungsband zur preußischen Akzise

Buch über "Akzisestädte" erschienen

Dokumentation der Tagung in Bielefeld im März 2019

Im Jahr 2019 wurde in acht Orten der ehemaligen Grafschaft Ravensberg gemeinsam gefeiert: 300 Jahre zuvor hatte der preußische König Friedrich Wilhelm I. Borgholzhausen, Bünde, Enger, Halle, (Preußisch) Oldendorf, Versmold, Vlotho und Werther das Stadtrecht verliehen. Anlass für diesen großzügig erscheinenden Verwaltungsakt von 1719 war allerdings weniger die Förderung der Orte, sondern vor allem die Steuerpolitik des preußischen Staates. Dieser führte in den neuen Städten (und in den alten Städten Bielefeld und Herford) die Erhebung der „Akzise“ ein, eine Steuer vor allem auf Verbrauchsgüter.

2019 haben die acht Städte gemeinsam an die Stadtrechtsverleihung erinnert. Dazu gehörte auch eine wissenschaftliche Tagung, die vom Historischen Verein für die Grafschaft Ravensberg und der Historischen Kommission für Westfalen am 23. März 2019 im Bielefelder Stadtarchiv abgehalten wurde. Die Vorträge dieser Tagung bilden die Grundlage für den vorliegenden Band, der um weitere Beiträge ergänzt wurde. Besonderes Augenmerk gilt den kurz- und langfristigen Auswirkungen der Stadtrechtsverleihungen, die Ergebnisse für die acht Orte fallen dabei durchaus unterschiedlich aus. Den Darstellungen der Orte vorangestellt sind eine Reihe grundlegender Beiträge – über die Geschichte Ravensbergs in brandenburgisch-preußischer Zeit, über die Grundzüge der Akzise-Politik, die Folgen der Steuer für das ländliche Gewerbe und für die in Ravensberg lebenden Juden. Als Vergleich werden auch die Verhältnisse in Kleve-Mark und in der Grafschaft Tecklenburg betrachtet.

Der neue Band aus der Reihe "Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen" wurde am 3. September 2020 in Versmold, Bielefeld und Enger der Presse vorgestellt.

Bibliographische Angaben:

Akzisestädte im preußischen Westfalen. Die Stadtrechtsverleihungen von 1719 und die Steuerpolitik König Friedrich Wilhelms I. Beiträge der Tagung am 23. März 2019 in Bielefeld, hg. von Johannes ALTENBEREND und Burkhard BEYER, Bielefeld 2020, 360 Seiten (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 57; 22. Sonderveröffentlichung des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg). Verlag für Regionalgeschichte, ISBN 978-3-7395-1222-8, 29,00 EUR.


Neue Folge, Bände 51 bis 53 (Foto: LWL/B. Beyer)

Drei neue Bände zur frühen Weimarer Republik

Ein Tagungsband, ein Handbuch und eine Edition

Auch in Zeiten der Corona-Krise geht die wissenschaftliche Publikationstätigkeit der Historischen Kommission weiter. Verzichten müssen wir im Moment leider auf die öffentlichen Buchvorstellungen, so dass wir unsere Werke auf andere Weise bekannt machen müssen. Bedauerlicherweise musste auch die Lesung Mitte März in Dortmund ausfallen, bei der Auszüge aus ganz verschiedenen Texten zum Arbeiteraufstand im Ruhrgebiet 1920 vorgetragen werden sollten. Aber es gibt alle Texte ja auch zum Nachlesen!

Neu erschienen ist im März auch ein Handbuch zu den Kandidaten der Januarwahlen 1919 in Westfalen und Lippe. Anders als bei den üblichen Abgeordnetenhandbüchern sind hier auch die nicht gewählten Kandidaten verzeichnet. Der Band zeigt eine bunte Mischung von Vertretern verschiedenster politischer Lager, die unter großem Zeitdruck ausgewählt und den Wählern bekannt gemacht werden mussten. Behandelt werden Männer (und einige wenige Frauen) am Beginn ihrer politischen Laufbahn, aber auch eher zufällig aufgestellte Personen, die bald wieder von der politischen Bühne verschwanden und über die nur wenig bekannt ist.

Ebenfalls jetzt erhältlich ist die ausführliche Dokumentation der Tagung zur Novemberrevolution 1918 am 8. und 9. Novemebr 2019 im Landtag in Düsseldorf. Der Band ist um mehrere Beiträge erweitert worden, die in der Tagung mehr nicht unterzubringen waren. Neben grundsätzlichen Darstellungen sind auch viele regionale Beiträge enthalten, die das Revolutionsgeschehen vor Ort sichtbar machen. Damit sind in der Schriftenreihe der Kommission innerhalb weniger Wochen gleich drei Bände zur frühen Weimarer Republik erschienen.

Noch ein Tipp: Wenn der Buchhändler Ihres Vertrauens im Moment geschlossen hat, können Sie Ihre Bestellungen gern auch direkt an unsere Kooperationsverlage richten!

Bibliographische Angaben:

Aufbruch in die Demokratie. Die Revolution 1918/19 im Rheinland und in Westfalen. Beiträge der Tagung am 8. und 9. November 2018 in Düsseldorf, Hg. von Frank M. Bischoff, Guido Hitze und Wilfried Reininghaus. Münster 2020, 680 Seiten, Festeinband (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 51; Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde, Vorträge 37). Aschendorff, ISBN 978-3-402-15135-8, Preis 49,00 Euro

Westfälisch-lippische Kandidaten der Januarwahlen 1919. Eine biographische Dokumentation. Bearbeitet von Katrin Jaspers und Wilfried Reininghaus. Münster 2020, 272 Seiten, Festeinband (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 52).
Aschendorff, ISBN 978-3-402-15136-5, Preis 39,00 Euro

Der Arbeiteraufstand im Ruhrgebiet 1920. Quellenkritik und Edition der zeitgenössischen Darstellungen von Carl Brenner, Josef Ernst, Arthur Zickler, Gerhard Colm, Willi Cuno und Siegfried Schulz. Bearbeitet von Wilfried Reininghaus. Münster 2020, 459 Seiten, Festeinband (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 53).
Aschendorff ISBN 978-3-402-15138-9, Preis 44,00 Euro


TAGUNG IN HÖXTER ABGESAGT

Aufgrund der sich ausbreitenden Pandemie muss auch die Tagung in Höxter entfallen. Die Veranstaltung "1200 Jahre Kosmos Corvey. Monastische Kultur, frühe Stadt und europäische Verflechtung" sollte vom 23. bis zum 25. April stattfinden. Ein Ersatztermin ist noch nicht festgelegt.


BUCHVORSTELLUNGEN ABGESAGT

Die geplanten Buchvorstellung in Horstmar am 10. März und in Dortmund am 19. März in Dortmund mussten aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Alle Bände sind im Buchhandel erhältlich. 


Vorstellung des Buches am 25. Februar 2020 in Weslarn. Von links: Dr. Burkhard Beyer, Prof. Renate Prochno-Schinkel, Porf. Mechthild Black-Veldtrup, Pfarrer Ralph Frieling (Foto: Schinkel)

DAS TAUF- UND TRAUREGISTER VON WESLARN

Edition am 25. Februar vorgestellt

Das von Renate Prochno-Schinkel bearbeitete Tauf- und Trauregister der evangelischen Kirchengemeinde Weslarn 1654 bis 1716 ist eines der frühesten Kirchenregister in der Soester Börde. Die Einträge zu Eheschließungen, Taufen und Paten erlauben zahlreiche Einblicke in das damalige Leben in der Gemeinde und der Region. Welche Familien verbanden sich durch Heirat und durch die Übernahme von Patenschaften? Was waren die Gründe für solche Allianzen? Welche Familien vermieden Bindungen miteinander? Es war eben nicht „jeder mit jedem“ verwandt. Heiratete man vor allem innerhalb des eigenen Dorfes, oder gab es Zuzug? Wer heiratete nach auswärts? In welchem Alter heiratete man? Wie stand es um die unehelichen Kinder und ihre Mütter; führte eine Schwangerschaft auch zur Eheschließung? Was geschah bei Nottaufen? Welche Vornamen waren in dieser Zeit beliebt, welche wurden nur selten vergeben? Wer bestimmte die Vornamen und ihre Anzahl? Wie wurden Hochzeiten und Taufen gefeiert?

Antworten auf diese Fragen bietet der von Reante Prochno-Schinkel bearbeitete Band „Das Tauf- und Trauregister der evangelischen Kirchengemeinde Weslarn 1654 bis 1716“. Das neu erschienene Werk wurde am 25. Februar 2020 im evangelischen Gemeindehaus in Bad Sassendorf-Weslarn voegestellt. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Ralph Frieling und die Kommissionsvorsitzende Mechthild Black-Veldtrup stellte die Bearbeiterin ihre Ergebnisse ausführlich vor. Zahlreiche Fragen aus dem Besucherkreis zeigten das breite Interesse an der Veröffentlichung.

Der Einladungsflyer steht hier noch zum Download bereit.

Die Autorin bei der Vorstellung des Buches (Foto: LWL/B. Beyer)

Foto: Grabungsfunde, 2019. Bildrechte: Oliver Nickel_bearb

Dritter Workshop zur Geschichte, Überlieferung und Nachwirkung des Stalag 326 (VI K) Senne

4. März 2020 – Schloss Holte-Stukenbrock

Der Workshop ist die dritte Veranstaltung einer Workshop-Reihe, die parallel zur Weiterentwicklung der Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne (Schloß Holte-Stukenbrock) zu einem Bildungs- und Forschungsort von überregionaler und internationaler Bedeutung stattfinden soll. Kooperationspartner bei der Tagungsreihe sind die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne, die Universitäten Bielefeld und Paderborn, der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens (Abt. Paderborn) und die Historische Kommission für Westfalen.

Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen finden Sie im Tagungsprogramm.


Gesucht: Literatur zu Hexenverfolgungen

In den nächsten Jahren möchte die Historische Kommission ein „Historisches Handbuch der Hexenverfolgungen in Westfalen und Lippe“ erstellen. Darin soll der aktuelle Forschungsstand zur Geschichte der Hexenverfolgungen gebündelt und in Landes- bzw. Ortsartikeln präsentiert werden. Als erster Schritt für dieses Vorhaben wurde im Sommer 2019 eine vorläufige, noch sehr unvollständige Bibliographie freigeschaltet. Sie ist verfügbar unter derm Titel Bibliographie zur Geschichte der Hexenverfolgungen in Westfalen und Lippe.

Sind Ihnen aus Ihrer Region weitere Titel bekannt? Kennen Sie Aufsätze, Bücher oder unscheinbare Broschüren, die sich mit dem Thema beschäftigen? Zumindest die entsprechenden Kapitel in den einschlägigen Büchern zur Stadtgeschichte? Eine fast vergessene Schüler- oder Universitätsarbeit zum Thema? Für Hinweise aller Art sind wir sehr dankbar! Bitte senden Sie Ihre Nachträge an: hiko@lwl.org

Flugblatt mit der Darstellung einer Hexenverbrennung in Derenburg, 1555 (Bild: Wikimedia)

Der charakteristische Porta-Sandstein am Sockel des Kaiser-Wilhelm-Denkmals (Foto: LWL/B. Beyer)

Sandstein-Workshop am 28.09.2019

Schwerpunktthema: "Porta-Sandstein"

Bereits zum sechsten Mal lud die Historische Kommission zum Sandstein-Workshop ein. Schwerpunktthema der Tagung am 28. September 2019 war der "Porta-Sandstein", der in den Hängen des Wiehengebirges rechts und links des Weserdurchbruchs (der "Porta Westfalica") vorkommt und über Jahrhunderte gewonnen wurde. Zahlreiche Gebäude insbesondere im Mindener Land wurden daraus gebaut, der Dom zu MInden und viele Festungsbauten zeigen bis heute seine markante Musterung.

Die Vorträge des Workshops fanden im LWL-Preußenmuseum in Minden statt, nachmittags folgte eine Exkursion zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal und zu den ehemaligen Abbauflächen in Porta Westfalica. Weitere Informationen finden Sie im ausführlichen Tagungsprogramm.


Blick vom Kapellenberg auf Büren (Foto: LWL/B. Beyer)

Herbsttagung in Büren

Thema: Kleinstädte in Westfalen um 1900

Am 4. und 5. Oktober 2019 fand in Büren die Herbsttagung der Historischen Kommission statt. Im MIttelpunkt der Tagung standen die Kleinstädte in Westfalen um 1900, Kooperationspartner war das Institut für vergleichende Städtegeschichte in Münster.

Das dichte Netz an Kleinstädten gehört zu den westfälischen Eigentümlichkeiten. Die Tagung hat ausgewählte Kleinstädte vorgestellt und deren Vielfalt aufgezeigt. Vollzog sich der urbane Wandel hier ähnlich wie in den Großstädten, nur eben „bescheidener“ und später? Oder gab es spezifisch kleinstädtische Lösungen und urbane Kulturen? Die Tagung knüpfte an die aktuelle Kleinstadtforschung, aber auch an die Ergebnisse des „Historischen Atlas westfälischer Städte“ an.

Nach einführenden Beiträgen wurden in der ersten Sektion Orte behandelt, für die das späte Kaiserreich eine Zeit des Wachstums, der Funktionsgewinne und der Zunahme von Urbanität war. Allerdings gab es auch Städte, die nur wenig oder gar nicht wuchsen – Beispielen dafür wurden in der zweiten Sektion nachgegangen. In der dritten Sektion wurden die Versuche westfälischer Titularstädte thematisiert, sich von der preußischen Landgemeindeordnung von 1856 zu lösen und volle Stadtrechte zu erlangen.

Tagungsort war die Niedermühle in Büren. Weitere Informationen finden Sie im ausführlichen Tagungsprogramm.


Erster Workshop zum Stalag 326 in Stukenbrock

2. Juli 2019: Sowjetische Kriegsgefangene in archivalischer Überlieferung

Der Workshop ist Auftakt einer Workshop-Reihe, die parallel zur Weiterentwicklung der Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne (Schloß Holte-Stukenbrock) zu einem Bildungs- und Forschungsort von überregionaler und internationaler Bedeutung stattfinden soll. Kooperationspartner bei der Tagungsreihe sind die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne, die Universitäten Bielefeld und Paderborn, der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens (Abt. Paderborn) und die Historische Kommission für Westfalen.

Da sowjetische Kriegsgefangene in fast allen Bereichen der NS-Wirtschaft eingesetzt wurden, finden sich ihre Spuren in zahlreichen Quellen in den unterschiedlichsten Archiven. Der Workshop dient zur Vernetzung der Archive mit den Forschungsinitiativen, um den Kosmos des Lagersystems und Lebenswege sowjetischer Kriegsgefangener besser verstehen zu können.

Das Tagungsprogramm steht zum Download bereit.


LWL-Preis für Westfälische Landeskunde 2019

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe vergibt jährlich einen Preis für westfälische Landeskunde. Der LWL-Kulturausschuss hat auf Vorschlag des Rates für westfälische Landeskunde den diesjährigen Preis Herrn Dr. Christof Spannhoff aus Lienen zuerkannt. Die Preisverleihung fand am 5. Juni 2019 im Kulturspeicher Dörenthe statt.


Buchvorstellung Versmold

Versmold – jahrhundertelang im Grenzgebiet zwischen drei Territorien gelegen – war im Mittelalter eine wenig beachtete Ortschaft, die 1719 zur preußischen Akzisestadt erhoben wurde. Durch den Zuzug der Familie Delius im 18. Jahrhundert erlebte der Ort einen überproportionalen Aufschwung in der Textilindustrie und der Landwirtschaft. Die verbesserten äußeren Bedingungen und der Niedergang der Textilindustrie ermöglichten einen Umschwung zur fleischverarbeitenden Industrie, die bis heute – unterstützt vom ansässigen Speditionswesen – die wirtschaftliche Grundlage der Stadt bildet.

Der neue Band des "Historischen Atlas westfälischer Städte" beschreibt die Kleinstadt Vermold eingehend und mit allen Besonderheiten. Der neue Band wurde am 15. Mai 2019 im Rathaus von Versmold der Öffentlichkeit vorgestellt.


100 Jahre Novemberrevolution

10. Mai 2019 – Bottrop, Kulturzentrum August Everding

Vor hundert Jahren geriet die traditionelle Ordnung in Deutschland völlig aus den Fugen. Das deutsche Heer war geschlagen und verlangte den Friedensschluss, die Matrosen verweigerten den sinnlosen Kampf, der Kaiser dankte ab, die deutschen Fürsten und Könige folgten seinem Beispiel, die Republik wurde ausgerufen, das allgemeine Wahlrecht eingeführt (auch für Frauen), eine Verfassung wurde erarbeitet, es wurde gewählt, es wurde gestreikt – und nicht selten eskalierte der Streit über die künftige Richtung des Landes in blutigen Kämpfen.

Heute, hundert Jahre später, kann kein Zeitzeuge mehr davon erzählen, aber die zeitgenössischen Berichte geben noch immer eine Ahnung davon, wie aufgewühlt die Zeit war, als nach der militärischen Niederlage auch die zivile Ordnung auf den Kopf gestellt wurde. Was für die einen eine unerträgliche Schmach war, empfanden andere als Aufbruch, als Chance für einen Neuanfang.


Dritter Workshop für Doktorandinnen und Doktoranden zur Geschichte Westfalens

28. und 29. März 2019 – Münster, Räume der Bezirksregierung

Am 28. und 29. März 2019 veranstaltet die Historische Kommission für Westfalen zum dritten Mal den Workshop für Doktorandinnen und Doktoranden zur Geschichte Westfalens. Der Workshop richtet sich nicht nur an Studierende des Faches Geschichte, auch Forscher aus verwandten Disziplinen wie Kunstgeschichte, Kirchengeschichte und Volkskunde aber auch Rechtsgeschichte, Musikwissenschaft oder Architektur sollen angesprochen werden.

Im Rahmen des Workshops erhalten zwölf Doktorandinnen und Doktoranden die Gelegenheit, ihre Projekte zu verschiedensten Epochen und Themenfeldern zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Da landesgeschichtliche Themen an vielen Universitäten eher zu den randständigen Forschungsfeldern gehören, ist der überuniversitäre Erfahrungsaustausch für Nachwuchsforscher umso wichtiger.

Die Vernetzung von Forschungsprojekten zur westfälischen Geschichte gehört – neben der Herausgabe grundlegender Werke zur Landesgeschichte und der Ausrichtung von Tagungen – zu den zentralen Aufgaben der Historischen Kommission für Westfalen. Dieses Netzwerk soll nicht nur bereits etablierten Forschern zur Verfügung stehen. Ausdrücklich sollen auch Nachwuchskräfte angesprochen und ihnen die Möglichkeit zum wissenschaftlichen Austausch geboten werden. Hierfür wurde das „Doktorandennetzwerk“ der Historischen Kommission eingerichtet. Mit dem Doktorandennetzwerk und den Workshops für Doktoranden möchte die Kommission den Kontakt zu Nachwuchswissenschaftlern herstellen und auf ihre landesgeschichtliche Arbeit aufmerksam machen.