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Symbolbild: Netzwerk

Nachwuchsnetzwerk

Die Vernetzung von Forschungsprojekten zur westfälischen Geschichte gehört zu den zentralen Aufgaben der Historischen Kommission für Westfalen. Mit dem Nachwuchsnetzwerk schafft die Historische Kommission einen Rahmen für den universitäts- und diziplinenübergeifenden Austausch junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Das ist bewusst offengehalten für Promovierende sowie fortgeschrittene Masterstudierende und junge PostDocs mit Forschungsinteresse in allen Epochen und Themenfeldern - auch jenseits der Geschichtswissenschaft. Unter den aktuell über 80 Mitgliedern sind Historikerinnen ebenso vertreten wie Ethnologen, Kunsthistorikerinnen und Theologen, Juristinnen und Archäologen.

Neben dem inhaltlichen Austausch bieten die Formate dabei auch die Möglichkeit, sich über ganz pragmatische Fragen des (geschichts)wissenschaftlichen Arbeitens auszutauschen: "Ich erreiche das Archiv nicht. Was nun?" "Wie reagiere ich am Besten auf den CfP?" "Wie komm ich an ein Reisekostenstipendium?"

Dabei gilt stets: Das Netzwerk ist stets ein Angebot nicht Verpflichtung für die Promovierenden. Die Formate entwickeln sich entsprechend stetig nach den aktuellen Bedürfnissen der Mitglieder weiter; Teilnahme an allen Veranstaltungen ist freiwillig.

Kaffeepause & Stammtisch

Junge Forschende sind gerade in den historischen Kultur-, Sozial- & Geisteswissenschaften bei der Umsetzung ihrer Projekte oft weitestgehend auf sich allein gestellt. Dabei sind viele von ihnen mit ähnlichen Herausforderungen und Problemen konfrontiert . Dies betrifft oft - ganz jenseits der großen Fragen zwischen Konzeption, Theorie & Forschungsdesign - ganz pragmatische Fragen des Forschungsalltags: von der Selbstorganisation über den Umgang mit neuer Software und das erste Mal Auf-einen-CfP-Reagieren bis hin zur Arbeit im Archiv.

Hier hilft der Austausch mit Gleichgesinnten. Denn der regelmäßige Kontakt mit anderen Nachwuchswissenschaflerinnen und Nachwuchswissenschafltern gibt die Möglichkeiten, sich Rat einzuholen, über gemachte Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen, und nimmt dabei gleichzeitig das Gefühl, allein mit seinen Problemen zu sein.

Die jeweils monatlich stattfinden Formate - Stammtisch & Kaffeepause - dienen hier als Plattform eines lockeren und niedrigschwelligen Austauschs, bei den all die Themen besprochen werden, die aktuell die Mitglieder beschäftigen. Sie dienen gleichzeitig als Ort der Vernetzung der Mitgleider untereinander. Schon lange ist es keine Seltenheit mehr, dass sich die Mitgleider hier untereinander auf neue - und auch wiederentdeckte alte - Literatur, Veranstaltungen, CfPs und dergleichen mehrhinweisen.

Die zweigleisige Strategie von Stammtisch und Kaffeepause soll möglichst vielen Mitgliedern, unabhängig von ihren persönlichen Umständen, die Möglichkeit geben, das Angebot regelmäßig wahrzunehmen.

Beide Formate finden digital statt. Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen!

Schreibwerkstatt

Schreiben ist ein zentraler Bestandteil der (historischen) Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften. So ist es vom Expose und der ersten Gleiderung über zahlreiche Exzerpte ein langer Weg zum ersten Entwurf und schließlich der fertigen Arbeit. Dabei ist es nicht so, dass Schreiben bloß dem Festhalten und der Verschriftlichung der bisherigen Ergebnisse dient, sondern Schreiben ist oftmals integraler Bestandteil des Erkenntnisprozesses.

Entsprechend wichtig ist die Arbeit am Text, die in der Schreibwerkstatt im Fokus steht. Dabei werden eigene Texte innerhalb der Gruppe besprochen. Dabei erhalten die jeweiligen Autorinnen und Autoren zum einen wichtiges Feedback: Was funktioniert? Was (noch) nicht? Wo und wie kann und/oder sollte nachgebessert werden? Zum anderen werden aber auch der Schreib- & Arbeitsprozess selbst thematisiert. Gerade auch die Lektüre fremder Texte in Vorbereitung der Sitzungen regt die Reflexion des Schreibens als Teil des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses an.

Etwa einmal monatlich trifft sich die Schreibwerkstatt für 90 Minuten. In diesen Sitzungen steht in der Regel ein Text, der im Vorlauf zirkuliert, im Mittelpunkt. Da jedes Projekt anders ist und alle Schreibende unterschiedliche Bedürfnisse haben, können hier auch die verschiedensten Textformen besprochen werden. Die Bandbreite reicht hier von der Entwicklugn einer tragfähigen Struktur auf Grundlage von Expose und Vorstudien über die Besprechung der Argumentationslinien einzelner Kapitel hin bis zum Feinschliff für die Endfassung.

Eine Teilnahme an der Schreibwerkstatt ist nach Rücksprache jederzeit möglich.
Kontakt: felix.graefenberg@lwl.org

Brown Bag-Vorträge

Wissenschaftliches Arbeiten lebt vom Austausch über neue Ideen und laufende Forschung. Dabei dienen Vorträge nicht nur der Vermittlung der eigenen Erkenntnisse an andere, sondern stellen diese auch zur Diskussion. Neue Thesen und Argumente können so auf den Prüfstand gestellt. Diese Feedback ist gerade auch für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler wichtig. Dabei braucht es sicher nicht immer die große Bühne von Tagungen und Konferenzen. Gleichzeitig fehlt es jungen Wissenschaflterinnen und Wissenschaftlern oft an entsprechenden Formaten - gerade wenn sie keine enge Bindung an Graduiertenschulen und/oder Forschugnsinstitute haben.

Sogenannte "Brown Bag"-Vorträge sind ein niedriegschwelliges Format das hier ansetzt: Klassischerweise werden diese Sessions in der Mittagspause gehalten - und während der oder die Vortragende ihre Ideen und/oder Ergebnisse präsentiert, werden im Publikum die Butterbrote ausgepackt. Danach gibt es in kritischer, aber wohlwollender Runde Feedback und Diskussion zu dem Vortrag.

Bedarfsorientiert werden auf Wunsch einzelner Mitglieder, die im Rahmen einer "Brown Bag"-Session vortragen möchten, entsprechende Treffen organisiert. Der Rahmen ist angsichts der vielfältigen Bedürfnisse der Mitlgieder bewusst offen gehalten. Gegenstand können neben der Präsentation neuer Ergebnisse auch Proben für große Konferenzvorträge oder Disputationen sein.

Bei Interesse, einen "Brown Bag"-Vortrag zu halten, bitte melden unter: felix.graefenberg@lwl.org

 

Co-Working

Vielen fällt strukturiertes Arbeiten in Gesellschaft leichter als alleine. Hier setzt der (digitale) Co-Working-Space an: Die Mitglieder treffen sich hier um gemeinsam, aber unabhängig voneinader an ihren Projekten zu arbeiten.

Vorher vereinbarte Kaffeepausen geben den Arbeitsblöcken dabei Struktur und sind eine gute Gelegenheit für den Austausch dies- und jenseits des Promotionsalltags.

Workshop

Alle zwei Jahre veranstaltet die Historische Kommission einen zweitägigen Workshop, der sich explizit an Promovierende richtet, die sich in ihren Forschungen mit der Geschichte Westfalens und Lippes befassen. Er bietet dabei die Möglichkeit, die eigenen Forschungsprojekte zu präsentieren und Thesen zur Diskussion zu stellen.

Der Workshop dient dabei sowohl dem fachlichen Austausch auch als Plattform der Vernetzung untereinander und mit den Mitgliedern der Kommission.

Der nächste Workshop findet am 9./10 März 2023 statt. Der Call for Paper läuft. Wir freuen uns über Vortragsvorschläge bis zum 11. Dezember 2022.

Zum CfP geht es hier.

Ansprechpartner

Dr. Felix Gräfenberg
Historische Kommission für Westfalen
Salzstr. 38 | Erbdrostenhof
48143 Münster

felix.graefenberg@lwl.org

+49 (0)251 591-4722