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Neues aus der HiKo (149): Blogbeitrag zu jüdischen Vertriebenen in Detmold

15. Mai 2026

Im Blog der Historischen Kommission für Westfalen ist zuletzt ein Beitrag erschienen, der sich mit einem fast vergessenen Kapitel der Nachkriegsgeschichte befasst: der Vertreibung deutsch-jüdischer Überlebender aus Ostmitteleuropa. Maria Luft vom Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa hat das Nachkriegsschicksal einer Personengruppe erforscht, die im Jahr 1946 mit dem „Breslauer Treck“ ins ostwestfälische Detmold gelangte.

Es waren 43 jüdische Überlebende, die im Rahmen der Alliierten-Operation „Schwalbe“ aus Breslau/Wrocław nach Detmold, in die britische Besatzungszone, umgesiedelt wurden. Während des Krieges in Breslau als „Juden“ verfolgt und aus dem polnischen Wrocław als Deutsche ausgewiesen, trafen sie in Ostwestfalen auf neue Widrigkeiten. In ihrem Beitrag erzählt Maria Luft von existenziellen Nöten, der Neugründung einer Gemeinde – und von einer Solidargemeinschaft jüdischer Überlebender aus Ost und West, die keineswegs selbstverständlich war.

Maria Luft: Der „Breslauer Treck“: „Transport deutscher Juden“ 1946 – von Wrocław nach Detmold, abrufbar unter: https://hiko.hypotheses.org/8051

„Westfalen/Lippe – historisch“ ist seit 2021 der Blog der Historischen Kommission für Westfalen. Die mittlerweile über 60 Artikel bieten Einblicke in universitäre Forschungen, museale Ausstellungsprojekte und in die Arbeit der regionalen Geschichtsvereine. Wenn Sie selbst zu einem westfälisch-lippischen Thema schreiben möchten, wenden Sie sich bitte an: Paul-Simon.Ruhmann@lwl.org